Was ist angeborene Gehörlosigkeit?
Angeborene Gehörlosigkeit besteht schon bei der Geburt.
Wodurch wird angeborene Gehörlosigkeit verursacht?
- Erbliche Ursachen: Gehörlosigkeit kann (a) in der Familie liegen, (b) Teil einer Erbkrankheit sein (z.B. Waardenburg-Syndrom) oder mit abnormen körperlichen Merkmalen einhergehen (z.B. einer Missbildung des Ohrs).
- Bestimmte (ototoxische) Medikamente können - von Schwangeren eingenommen - das Gehör des ungeborenen Kindes schädigen.
- Infektionen bei Schwangeren, insbesondere Röteln, das Zytomegalie-Virus und Syphilis. Toxoplasmose ist entgegen früheren Annahmen keine Hauptursache.
- Komplikationen während oder kurz nach der Geburt: Frühgeburten, Sauerstoffmangel, Schädelverletzungen, Gelbsucht.
- Häufig ist die Ursache unbekannt, könnte aber durchaus genetisch sein.
Wie lässt sich angeborene Gehörlosigkeit heilen?
Angeborene Gehörlosigkeit ist gewöhnlich nicht heilbar. Es gibt jedoch einige präventive Maßnahmen, die das Risiko verringern:
- Rötelnimpfungen sowie Syphilistests und behandlung.
- Eine angemessene vorgeburtliche Betreuung und Geburtsüberwachung.
- Die Beratung von Eltern, die selbst gehörlos geboren wurden, zu genetischen Risiken und zu den Gefahren einer Heirat zwischen Blutsverwandten.
- Ein geschärftes Bewusstsein auf Seiten von Fachleuten und Eltern für die Risiken potentiell ototoxischer Medikamente.
- Angeborene Syphilis kann mittels hoch dosiertem Penizillin geheilt werden. Besser ist es jedoch, die Infektion bereits zuvor bei der Mutter zu erkennen und zu heilen.
- Die Auswirkungen von angeborener Gehörlosigkeit bzw. Hörschäden lassen sich häufig durch den Einsatz von Verstärkern wie Hörgeräten und Cochlear-Implantaten in Kombination mit Rehabilitation sowie Unterricht und Ausbildung lindern.












