Was ist Hörverlust durch ototoxische Substanzen?
Dieser Hörverlust wird von Medikamenten verursacht, die typischerweise die Haarzellen, welche im Innenohr Geräusche in Nervenimpulse umwandeln, und/oder den Hörnerv schädigen. Häufig - aber nicht immer – ist dies mit Tinnitus (Ohrgeräuschen) verbunden.
Wodurch wird ein Hörverlust durch ototoxische Substanzen verursacht?
- Zu den ototoxischen Medikamenten gehören bestimmte Antibiotika, bestimmte Krebsmedikamente, bestimmte Schmerzmittel und bestimmte Diuretika (Medikamente zur Förderung der Harnausscheidung).
- Häufig vorkommende ototoxische Wirkstoffe sind Gentamicin (gegen schwere bakterielle Infektionen), Streptomycin (gegen Tuberkulose) sowie Chloroquin und Chinin (gegen Malaria).
Wie lässt sich Hörverlust durch ototoxische Substanzen heilen?
Da es keine Therapie zur Heilung von Haarzellschäden gibt, sind vorbeugende Maßnahmen zur Erhaltung des Hörvermögens besonders wichtig:
- Sowohl die Allgemeinheit als auch Mediziner sollten wissen, dass es ototoxische Nebenwirkungen gibt und die entsprechenden Substanzen kennen.
- Ototoxische Medikamente sollten nur auf Rezept erhältlich sein. Die ausstellenden Ärzten sollten die potentiellen Risiken kennen.
- Bei Therapien mit ototoxischer Arznei ist eine gleichzeitige Überwachung von Medikation und Hörstatus erforderlich. Vorausgehen sollten ihnen ohrenmedizinische Voruntersuchungen; folgen sollten ihnen regelmäßige Hörtests.












