Verhütung von Hörschäden

große Version anzeigen Dr. Piet van Hasselt, untersucht Frederines Ohr-Verband(Madagaskar).
Dr. Piet van Hasselt, untersucht Frederines Ohr-Verband (Madagaskar). © CBM
Laut WHO ist bei 250 Mio. Menschen weltweit am jeweils besseren Ohr leichter bis gravierender Hörverlust festzustellen. Zwei Drittel von ihnen stammen aus Entwicklungsländern. Die CBM möchte diese immense Zahl hörgeschädigter Menschen durch die Förderung der zur Verfügung stehenden vorbeugenden Maßnahmen deutlich reduzieren.

CBM bekämpft Ursachen
Der gängigste Grund für Hörschäden bei Kindern in Entwicklungsländern ist die Mittelohrentzündung. In den meisten Fällen ließe sich eine Behinderung dadurch vermeiden, dass die Krankheit frühzeitig erkannt und behandelt wird. Daher fördert die CBM Basisgesundheitsdienste für Ohren und Gehör als Teil der medizinischen Grundversorgung sowie Reihenuntersuchungen an Säuglingen und Kindern, z.B. in Sprechstunden für Kinder bis zu 5 Jahren und in Schulen.
Im Hinblick auf hörgeschädigte Menschen in Entwicklungsländern besteht ein riesiger Hilfsbedarf. Die CBM fördert die Versorgung der bedürftigsten Kinder und Erwachsenen in diesen Ländern mit Hörgeräten und Diensten zur Anpassung der Geräte.

Vielfältige Aktivitäten
Die CBM veranstaltet darüber hinaus Kampagnen zur öffentlichen Bewusstseinsbildung und zur Förderung der Gesundheitserziehung in bereits jungen Jahren. Auch fördert sie die Ausbildung von im Gesundheitswesen Tätigen und Freiwilligen für diesen Bereich. Dies sind jedoch nur einige der ergriffenen Maßnahmen. Die CBM ist in vielerlei Hinsicht zur Verhütung von Gehörlosigkeit bzw. Hörschäden aktiv.

In Zahlen

Im Jahre 2006
  • wurden an 99.567 (2005: 83.029) Menschen audiometrische Untersuchungen durchgeführt
  • wurden 37.836 (36.079) Patienten mit Mittelohrentzündung behandelt
  • wurden 1.845 (1.763) Ohrenoperationen durchgeführt
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