Worin besteht der Zusammenhang zwischen Behinderung und den MDGs?
Behinderung als Querschnittsthema der Entwicklungszusammenarbeit
Zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele bis zum Jahr 2015 ist es unerlässlich, für die Rechte und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen einzutreten und gleichzeitig die Ursachen von Behinderungen zu bekämpfen.
Denn das Thema Behinderung steht mit jedem Millenniumsentwicklungsziel in irgendeiner Form in Zusammenhang:
Denn das Thema Behinderung steht mit jedem Millenniumsentwicklungsziel in irgendeiner Form in Zusammenhang:
Ziel 1: Überwindung von extremer Armut und Hunger
- 70 % aller geschätzt mehr als 600 Millionen Menschen mit Behinderungen weltweit leben in Entwicklungsländern. Laut UN-Statistik leben 82 % von ihnen unterhalb der Armutgrenze. Die Weltbank geht davon aus, dass Menschen mit Behinderungen ca. 20 % der Ärmsten der Armen ausmachen.
- Behinderungen betreffen nicht nur Einzelpersonen, sondern auch deren Familien und Gemeinden. Es ist davon auszugehen, dass das Leben von 25 % der Bevölkerung im asiatischen/pazifischen Raum von Behinderungen beeinträchtigt wird.
Die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen bedeutet:
- Einkommensverlust,
- Bildungsverlust,
- Verlust von Bodenrechten und
- kein Zugang zu Darlehen.
Der Verlust an Lebenschancen, dem behinderte Menschen ausgesetzt sind, gründet sich auf die Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung der behinderten Menschen selbst sowie ihrer Betreuer und sonstigen Familienmitglieder.
- Laut dem britischen Ministerium für internationale Entwicklung sind nicht weniger als 50 % aller Behinderungen vermeidbar und stehen in direktem Zusammenhang mit Armut.
- Hunger und Mangelernährung sowie Behinderung und Armut sind miteinander verflochten; Mangelernährung verursacht 20 % aller Behinderungen.
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