Psychische Gesundheit - Die nächsten Schritte und die Zukunft

Die CBM nimmt die Herausforderung an

Vor vier Jahren erkannte die CBM die Herausforderungen psychischer Erkrankungen bzw. Gesundheit und berief eine Expertengruppe ein, die eine Interventionsstrategie auf Grundlage der Methoden der gemeindenahen Rehabilitation (CBR) formulieren sollte. Dieses Vorgehen steht in vollem Einklang mit der Politik und Praxis der Weltgesundheitsorganisation (WHO), bei welcher die CBM einen Beraterstatus innehat und mit der sie ein enges Arbeitsverhältnis unterhält. Die durch den Tsunami und Taifune verursachten Verwüstungen und Verluste in Asien haben diese Aktivitäten beschleunigt.


Gemeindenahe Rehabilitation für Menschen mit neuropsychiatrischen Störungen

In den Entwicklungsländern gibt es im Bereich psychische Gesundheit nicht genug adäquat ausgebildetes Personal. Die vorhandenen Dienste konzentrieren sich auf die Städte sowie auf die fachpsychiatrische Krankenhausbehandlung. Dies bedeutet, dass nur ca. 5 bis 8 % der bedürftigen Menschen behandelt werden. Für die große Mehrheit existiert keine erreichbare oder erschwingliche Behandlung.

Aus diesem Grunde war ein anderer Ansatz erforderlich - weg von einrichtungszentrierten Diensten und hin zu gemeindenaher Behandlung. Vielen psychisch erkrankten Menschen kann in ihren eigenen Gemeinden geholfen werden. Im Mittelpunkt steht dabei, den betroffenen Personen zu helfen, umfassend am Gemeinschaftsleben teilzunehmen, ihre Menschenrechte zu schützen und zu gewährleisten, dass sie gegenüber Gemeindediensten gleichberechtigte Möglichkeiten haben. Eine Kombination aus Unterricht und Ausbildung, Arznei, familiärer Unterstützung sowie praktischen Ratschlägen und Ermutigung ist hilfreich - zusammen mit der Unterstützung des Betroffenen dabei, für seinen eigenen Lebensunterhalt zu sorgen.

Die nächsten Schritte

Mittelfristig möchte die CBM in erster Linie die Erkrankungen in Angriff nehmen, welche auf Gemeindeebene am besten zu behandeln sind - Psychosen (speziell Schizophrenie), Epilepsie, Depression und posttraumatisches Belastungssyndrom, und zwar mit drei Zielsetzungen:

  • Eindämmung der Verbreitung psychischer Erkrankungen durch Förderung von psychischer Gesundheit, Stressbewältigungsmechanismen sowie gesunden Lebensweisen und gewohnheiten;
  • Verfügbarmachung besserer, adäquaterer, zugänglicherer und erschwinglicherer Behandlungsmöglichkeiten unter Einbeziehung der Familie und der Gemeinde, und
  • Reduktion der behindernden Auswirkungen psychischer Erkrankungen durch Interessenvertretung und öffentliche Bewusstseinsbildung.

Vergangenheit und Zukunft

In der Herangehensweise an Fragen psychischer Gesundheit hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden: Nicht mehr die psychiatrische Klinik steht im Mittelpunkt der Psychiatriearbeit, sondern die Gemeinde. Hierin liegen große Hoffnungen für Millionen psychisch erkrankter Menschen in den Entwicklungsländern.
Für die Zukunft plant die CBM eine Kampagne im Bereich psychische Gesundheit, die weltweit dazu beitragen soll, dass die Akzeptanz für psychiatrische Dienste in der Gemeinde zunimmt und sich die Zahl der CBR-Dienste erhöht.

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Weitere Informationen: Website der WHO zu Psychiatrischer Gesundheit
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