"Meine Schüler mochten mich sehr"
Eindrücke von einer Planungsreise nach Pakistan
Pakistan, am 8. Oktober 2005: Als die Erde bebte, befand sich Gulfam im Lehrerzimmer seiner Schule in Balakot. Der 35-jährige Lehrer versuchte, aus dem Gebäude zu fliehen, doch er wurde von einem großen Stein getroffen. Drei Stunden lag er unter Geröll begraben, bis ihn sein Bruder endlich rettete. Etwa 400 Kinder und ein Kollege starben, als ihre Schulen in der Gegend von Balakot in sich zusammen fielen.
Jetzt im Dezember liegt Gulfam in einem Krankenbett im Leprakrankenhaus in Rawalpindi, etwa 200 km von Balakot entfernt. Er hat Wunden am Körper und eine schwere Erschütterung der Wirbelsäule erlitten, die es ihm unmöglich macht, sich zu bewegen. Er ist abhängig von den Schwestern von Aid to Leprosy Patients, eine lokale NGO, die Nothilfe zu Opfern des Pakistan-Erdbebens am 8. Oktober 2005 bereitstellt. Auch die Familie kümmert sich um ihn.
Für drei Wochen war er unbehandelt geblieben, bis seine Mutter die Schwestern gefragt hatte, ob sie sich um ihn kümmern könnten. Gulfam ist der älteste Bruder von drei Brüdern und drei Schwestern. Er gehört zu einer Lehrerfamilie. Der energiegeladene Mann wird wochenlang im Bett bleiben müssen. Um sich zu erholen, muss er alle zwei Stunden umgebettet werden, um Wundliegen zu verhindern und um seine Arme und Beine zu rehabilitieren. Auch seine Rippen benötigen rehabilitatives Training. Denn Patienten, die lange bettlägerich sind, atmen nicht tief genug durch und sind in Gefahr, eine Lungenentzündung zu entwickeln.
Jetzt im Dezember liegt Gulfam in einem Krankenbett im Leprakrankenhaus in Rawalpindi, etwa 200 km von Balakot entfernt. Er hat Wunden am Körper und eine schwere Erschütterung der Wirbelsäule erlitten, die es ihm unmöglich macht, sich zu bewegen. Er ist abhängig von den Schwestern von Aid to Leprosy Patients, eine lokale NGO, die Nothilfe zu Opfern des Pakistan-Erdbebens am 8. Oktober 2005 bereitstellt. Auch die Familie kümmert sich um ihn.
Für drei Wochen war er unbehandelt geblieben, bis seine Mutter die Schwestern gefragt hatte, ob sie sich um ihn kümmern könnten. Gulfam ist der älteste Bruder von drei Brüdern und drei Schwestern. Er gehört zu einer Lehrerfamilie. Der energiegeladene Mann wird wochenlang im Bett bleiben müssen. Um sich zu erholen, muss er alle zwei Stunden umgebettet werden, um Wundliegen zu verhindern und um seine Arme und Beine zu rehabilitieren. Auch seine Rippen benötigen rehabilitatives Training. Denn Patienten, die lange bettlägerich sind, atmen nicht tief genug durch und sind in Gefahr, eine Lungenentzündung zu entwickeln.
Mit Hilfe von Rehabilitation wachsen die Rückenmarksnerven 1 mm pro Tag. Aber er braucht einen starken Willen und die Hilfe der Schwestern von Aid to Leprosy Patients, weil er seine Arme und Beine noch nicht selbstständig bewegen kann. Wenn Gulfam Glück hat, besteht die Chance dass er erreicht, was er sich am meisten wünscht: "Wenn ich gesund werde, möchte ich mein Leben Gott widmen, und wieder als Lehrer arbeiten." Lehrer zu sein, ist bereits seit 14 Jahren seine Berufung. "Meine Schüler mochten mich sehr. Einige kommen und besuchen mich im Krankenhaus. Das macht mich sehr glücklich."
Mit Gulfam sprachen Brendan Bergin (Direktor von CBMI Neuseeland) und der CBM-Mitarbeiter Michael Hansmann, die Ende Dezember eine Reise zur Planung der Nothilfemaßnahmen in Pakistan unternommen hatten.
Mit Gulfam sprachen Brendan Bergin (Direktor von CBMI Neuseeland) und der CBM-Mitarbeiter Michael Hansmann, die Ende Dezember eine Reise zur Planung der Nothilfemaßnahmen in Pakistan unternommen hatten.
Eindrücke aus dem zerstörten Balakot
Großmutter Anila Gul mit ihrer Enkelin Shabnan (9) und ihrem Enkel Mohammed (5) sitzen vor ihrem Zelt oberhalb von Balakot. Das Haus der Familie im Kaghan Tal war durch das Erdbeben zerstört worden.© CBM / Argum / Einberger | Nach dem Erdbeben musste diese Familie einen Monat lang ohne Nahrungsmittelhilfe auskommen. Sie lebt in einem Zelt neben ihrem zerstörten Haus. Freiwillige von der CBM Partnerorganisation Aid to Leprosy Patients besuchten die Familie und sagten dem Vater Mohammed in drei Tagen zum Haltepunkt des Hilfskonvois zu kommen. Er erhielt dort ein Nahrungsmittelpaket für einen Monat sowie Decken gegen die Kälte. Jetzt hofft der Vater, einen dauerhaften Schutz gegen die Kälte aufbauen zu können, bevor der erste Schnee fällt. Denn sonst ist das Überleben seiner Familie gefährdet.© CBM / Argum / Einberger | Eine Tochter der Familie, Asia (12), starb in dem zusammenstürzenden Haus. Eine weitere Tochter, Aqsa (3), wurde schwer am Kopf verletzt und lag 15 Tage im Krankenhaus im Koma.© CBM / Argum / Einberger |













