Im Fokus: Menschen mit Behinderungen

Wiederaufbau für Alle

große Version anzeigen Eine Familie sitzt vor ihrem total zerstörten Haus an der Küste Sri Lankas.
Der Tsunami hat Tod und Zerstörung hinterlassen - viele Menschen verloren ihre Häuser und mussten hinter der 100-Meter-Schutzzone entlang der sri-lankischen Küste umgesiedelt werden. © CBM
Der Hilfebedarf nach dem Tsunami war groß und vielfältig. Daher war ein umfassender Ansatz nötig, um die Zukunft der Menschen in Kudawella zu sichern. Um die Transparenz und die Teilhabe der Gemeinde an der Umsetzung der Projekte zu gewährleisten, nahmen die Partnerorganisation der CBM Navajeevana Development Alternatives (NDA) und die Projektleiterin Christin Lidzba an Treffen der Gemeinde Kudawella teil. Dort hatten alle Menschen, unabhängig davon, ob sie eine Behinderung hatten oder nicht, die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ihre Bedürfnisse und Meinungen zum Wiederaufbauprozess darzustellen.

Schule und neue Häuser

Schulausbildung für Kinder

Der Bau einer provisorischen Schule wurde von NDA unterstützt, um die Ausbildung von Kindern mit Behinderungen bis zur Fertigstellung eines neuen Schulgebäudes durch UNICEF sicherzustellen. Neue Schüler können im nächsten Schuljahr in der Jayawickrama Maha Vidhalaya Schule aufgenommen werden. Zudem ist geplant, Treffen mit Lehrern und Vorschulkindern der fünf bestehenden Vorschulen in Kudawella abzuhalten, um mit deren Einverständnis eine der Schulen in eine inklusive Vorschule auch für Kinder mit Behinderungen umzuwandeln.

Ein Ziel der CBM ist es, das Bewusstsein für die Bedürfnisse und Rechte von Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Die Gemeinde Kudawella kommt einmal im Monat zu einem Treffen zusammen, und die Partnerorganisation der CBM nutzt diese Gelegenheit dazu, Wissen über Behinderungen zu vermitteln und das Verantwortungsgefühl der Gemeinde für Menschen mit Behinderungen zu stärken. Diesem Ziel diente auch eine Aufklärungskampagne, die im Januar 2006 in den Schulen von Kudawella stattfand.
große Version anzeigen Das Foto zeigt die Fundamente eines neuen Hauses, mit Ziegelstein-Wänden.
In Pahajjawa hat die Arbeit an den neuen und barrierefrei gebauten Häusern für Menschen mit Behinderungen längst begonnen. © CBM
Neue Häuser für 55 Familien

Fünfzehn der insgesamt 55 Häuser auf dem Pahajjawa Grundstück (seit Anfang 2006 heißt das Dorf Navadivipurawa) wurden für Menschen mit Behinderungen gebaut, die zuvor in der 100-Meter-Schutzzone an der Küste gelebt hatten. Seit Dezember wurden die behinderten Menschen zu Hause besucht, um ihre genauen Bedürfnisse herauszufinden, die sich aus dem familiären Hintergrund, der sozio-ökonomischen Situation der Familie und den Arten von Behinderungen ergaben. Die gesamte Wohnanlage und die Häuser werden so gebaut, dass sie für Menschen mit Behinderungen zugänglich sind und an individuelle Bedürfnisse angepasst werden können. Ein Accessibility-Berater der britischen Nichtregierungsorganisation John Grooms, die sich für Menschen mit Behinderungen einsetzt, unterstützt CBM’s Partnerorganisation dabei, den Hausbau an die individuellen Bedürfnisse der behinderten Menschen anzupassen.

Die Siedlung in Pahajjawa mit 55 Häusern benötigt außerdem geteerte Straßen mit Abflussleitungen und Wasserleitungen, eine Sickergrube und einen Tank (125,000 Liter) um die Wasserversorgung in dem hügeligen Gebiet sicherzustellen. Landschaftsbauarbeiten gewährleisten die Zugänglichkeit des Grundstücks. Elektrizität wird ebenfalls bereitgestellt. Ein spezielles Kanalisationssystem sorgt dafür, die Verschmutzung der Lagune auf lange Sicht zu kontrollieren.

Weitere Informationen: Andere Schritte zum Wiederaufbau Kudawellas
Lesen Sie weiter: Kamala nimmt ihr Leben in ihre eigenen Hände
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