Neues ohrenmedizinisches Trainings-Handbuch für Entwicklungsländer

Kooperation zwischen WHO und CBM

große Version anzeigen Cover: WHO Ear Health Training Manual, es zeigt einen afrikanischen Jungen.
Cover des WHO Ear Health Training Manual
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein neues Trainingshandbuch herausgebracht, mit dem Ziel, Gesundheitsmitarbeitern in Entwicklungsländern einfache und kosteneffektive Methoden zur Verfügung zu stellen, um Gehörlosigkeit und Hörbehinderungen auf dörflicher Ebene behandeln zu können.

Die englischsprachige Publikation "Training Resource on Primary Ear and Hearing Care" ist im Internet auf einer neuen WHO-Webseite abrufbar, wo außerdem Factsheets, Fallbeispiele und eine Bildergalerie eingestellt sind: WHO Hearing Care Website.
Die Christoffel-Blindenmission (CBM) hat fachliche Beiträge geleistet und finanzierte die Entwicklung und Produktion des Ausbildungsmaterials.

Das Trainingshandbuch leistet einen Beitrag dazu, dem dringenden Bedarf an ausgebildetem Personal in Entwicklungsländern zu begegnen. Einige der effektivsten Interventionen gegen Ohren- und Hörprobleme können auf der lokalen Ebene durch entsprechend ausgebildete Gesundheitshelfer umgesetzt werden. In den meisten Entwicklungsländern gibt es jedoch keine für Ohrenheilkunde ausgebildeten Gesundheitshelfer. Mit Hilfe des Trainingshandbuchs kann die Arbeit der Gesundheitshelfer einen großen Einfluss auf die Krankheitslast im Bereich der Ohrenmedizin haben.

Praktischer Selbstlernkurs

Das Ausbildungsmaterial enthält praktische Informationen und Anleitungen und kann als Teil eines Kurses verwendet werden, als selbstständige Ausbildungseinheit oder im Rahmen eines Selbstlernkurses. Die Handbücher können genutzt werden, um Dorfgemeinschaften die häufigsten Ursachen von Gehörlosigkeit und Hörbehinderung zu erläutern und Wege zur Vermeidung und Behandlung von Erkrankungen aufzuzeigen.

278 Millionen Menschen leben mit Hörbehinderungen

Das Problem der Prävention und Kontrolle von Ohren-Krankheiten und Hörbehinderung muss dringend angegangen werden: 278 Millionen Menschen weltweit leben mit einer behindernden Beeinträchtigung des Gehörs – obwohl die Hälfte dieser Fälle von Taubheit und Hörbehinderung vermeidbar ist. Gehörerkrankungen und Hörbehinderungen können die gesamte Lebenszeit bestimmen und manchmal sogar lebensbedrohlich werden. Hörbehinderungen beeinträchtigen die persönliche Kommunikation des Menschen, die Ausbildung, die Arbeit, die sozialen Beziehungen und versehen die Person mit einem Stigma. Erkrankungen und Behinderungen des Gehörs verursachen beträchtliche wirtschaftliche Belastungen ganzer Volkswirtschaften.

Kontakt

Allgemeine Informationen: Dr. JoAnne Epping-Jordan, Senior Programme Adviser, Department of Chronic Diseases and Health Promotion, WHO, Tel.: +41 22 791 4646, E-mail an Dr. JoAnne Epping-Jordan

Frau Young-Ae Chu, Communications Officer, Department of Chronic Diseases and Health Promotion, WHO, Tel.: +41 22 791 4367, E-mail an Young-Ae Chu

Fachinformationen zum Handbuch: Dr. Andrew Smith, Department of Chronic Diseases and Health Promotion, WHO. Tel.: +41 22 791 4322, E-mail an Dr. Andrew Smith
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Weitere Informationen

WHO Websites:
New Webpage: WHO Deafness and hearing impairment site
Fact Sheet: Deafness and hearing impairment
All WHO Press Releases, Fact Sheets and Features as well as other information on this subject can be obtained on Internet on the WHO Homepage