Neues Handbuch zu Behinderung und Armutsbekämpfung
Kooperation von CBM, HI und der Weltbank
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- Behinderung in Strategieprozesse zur Armutsminderung einzubeziehen - dazu bietet die neue Broschüre von HI und CBM detaillierte Informationen. © CBM
Die Weltbank hat ein englischsprachiges Handbuch mit dem Titel "Making PRSP inclusive" herausgegeben, das von Handicap International (HI) und der Christoffel-Blindenmission (CBM) erstellt worden ist. Die Publikation stellt Hintergrundinformationen und Richtlinien für die wichtigsten Interessenvertreter im Bereich Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit bereit, wie Regierungen, UN-Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, Behindertenorganisationen. So soll die Publikation einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen mit Behinderungen in nationale Strategieprozesse zur Armutsminderung einbezogen werden (Poverty Reduction Strategy processes (PRSP)).
Die Abkürzung "PRSP" steht für Poverty Reduction Strategy Paper (Strategiepapier zur Armutsbekämpfung) und bezeichnet ein Konzept, das von der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IMF) im Jahr 1999 entwickelt wurde. Die Idee war, dass hochverschuldete Niedriglohnländer einen nationalen Plan zur Armutsminderung entwickeln und formulieren sollten wie Armut in ihrem Land vermindert und die Lebensqualität der Einwohner verbessert werden könnten.
Nur wenn ein Land einen nationalen PRSP-Plan eingerichtet und sich dazu verpflichtet hat, ihn einzuhalten, kann es sich um Schuldenerlass bei der Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds und Geberländern bewerben, und so möglicherweise Zugang zu neuen Krediten, Darlehen und Zuschüssen erhalten.
Die Abkürzung "PRSP" steht für Poverty Reduction Strategy Paper (Strategiepapier zur Armutsbekämpfung) und bezeichnet ein Konzept, das von der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IMF) im Jahr 1999 entwickelt wurde. Die Idee war, dass hochverschuldete Niedriglohnländer einen nationalen Plan zur Armutsminderung entwickeln und formulieren sollten wie Armut in ihrem Land vermindert und die Lebensqualität der Einwohner verbessert werden könnten.
Nur wenn ein Land einen nationalen PRSP-Plan eingerichtet und sich dazu verpflichtet hat, ihn einzuhalten, kann es sich um Schuldenerlass bei der Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds und Geberländern bewerben, und so möglicherweise Zugang zu neuen Krediten, Darlehen und Zuschüssen erhalten.
Thema Behinderung in Schuldenerlass-Strategien integrieren
Das neue Handbuch ist Teil eines Projekts, das die Strategiepapiere zur Armutsminderung in den Kontext von Behinderung stellt ("Poverty Reduction Strategy Paper and Disability" project). Es wurde von Judy Heumann, Fachberaterin für das Thema Behinderungen bei der Weltbank, initiiert und von einem deutschen Treuhänderfonds finanziert. Ziel des Projektes ist es, das Thema Behinderung in PRSP-Prozesse zu integrieren, die zum Schuldenerlass für Niedriglohnländer führen. Denn: Behinderung und Armut sind eng miteinander verknüpft.
Die CBM und HI realisierten das Projekt im Jahr 2005 in Kooperation mit deutschen und tansanischen Behindertenorganisationen (DPOs) und anderen Organisationen, die im Bereich Behinderung tätig sind.
Das "Poverty Reduction Strategy Paper and Disability" Projekt besteht aus zwei Teilen:
Die Gründe für die Weltbank, das Projekt zu initiieren und für CBM und HI es umzusetzen:
Die CBM und HI realisierten das Projekt im Jahr 2005 in Kooperation mit deutschen und tansanischen Behindertenorganisationen (DPOs) und anderen Organisationen, die im Bereich Behinderung tätig sind.
Das "Poverty Reduction Strategy Paper and Disability" Projekt besteht aus zwei Teilen:
- Produktion von Materialien zu Strategiepapieren zu Armutsminderung (Poverty Reduction Strategy Papers (PRSPs)) und Behinderung (durch Handicap International),
- Durchführung eines PRSP Workshops in Tansania (durch die CBM)
Die Gründe für die Weltbank, das Projekt zu initiieren und für CBM und HI es umzusetzen:
- Behindertenorganisationen und Menschen mit Behinderungen sind selten an PRSP-Prozessen beteiligt und profitieren selten davon
- Das Thema Behinderung ist selten angemessen in die bisherigen PRSP-Prozesse einbezogen. Dabei ist eines der Hauptziele der PRSP-Prozesse die aktive Einbeziehung der Zivilgesellschaft in die Formulierung, Umsetzung und Evaluation einer nationalen Strategie zur Armutsbekämpfung.
Menschen mit Behinderungen eine Stimme beim Schuldenerlass geben
Eines der Ziele des Handbuchs ist es daher, Wege zu finden, um Menschen mit Behinderungen eine Stimme im PRSP-Prozess zu geben, der zum Schuldenerlass für ihre Länder führt, und dadurch zur Armutsminderung beizutragen. Ein anderes Ziel ist, dass das Thema Behinderung in einer angemessenen Weise und als Querschnittsthema in die Strategiepapiere zur Armutsminderung einbezogen wird.
CBM und HI können auf eine langjährige Erfahrung in der Behindertenarbeit im Kontext von Entwicklungs- und Niedriglohnländern zurückgreifen und sie wissen aus Erfahrung, dass Maßnahmen zur Armutsminderung nur dann erfolgreich sind, wenn das Thema Behinderung angemessen einbezogen wird. Die Millenniumsentwicklungsziele zum Beispiel können nur realisiert werden, wenn sie Behinderung angemessen adressieren.
CBM und HI können auf eine langjährige Erfahrung in der Behindertenarbeit im Kontext von Entwicklungs- und Niedriglohnländern zurückgreifen und sie wissen aus Erfahrung, dass Maßnahmen zur Armutsminderung nur dann erfolgreich sind, wenn das Thema Behinderung angemessen einbezogen wird. Die Millenniumsentwicklungsziele zum Beispiel können nur realisiert werden, wenn sie Behinderung angemessen adressieren.
Publikation herunterladen und weitere Infos
Für weitere Informationen zur Beteiligung der CBM am PRSP-Prozess und dem Handbuch, steht der Leiter des Referats Kampagnen und Aktionen bei CBM Deutschland, für Anfragen bereit: E-mail an Andreas Pruisken
Für weitere Informationen zu Einbeziehung und Barrierefreiheit kontaktieren Sie die CBM-Koordinatorin für Accessibility und Inclusion: E-mail an Christiane Noe
Für weitere Informationen zu Einbeziehung und Barrierefreiheit kontaktieren Sie die CBM-Koordinatorin für Accessibility und Inclusion: E-mail an Christiane Noe










