20. November 1989: Annahme der UN-Kinderrechtskonvention

Fehlsichtige Kinder in Entwicklungsländern von Bildung ausgeschlossen

große Version anzeigen Eine Frau inmitten vieler Kinder, einige tragen eine Brille.
Die Optikerin Susan Buergi hat Edwin (4, rechts) eine Brille angepasst. Er lebt im Slum Kibera in Nairobi, Kenia. Die Kikuyu Augenabteilung wird von dem CBM-Partner, der Presbyterianischen Kirche von Ostafrika geleitet. © CBM
Anlässlich Jahrestags der Annahme der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen am 20. November, weist der Präsident der CBM, Professor Allen Foster auf das Kinderrecht auf Bildung hin:

"Eines von 20 Kindern in Afrika und Asien kann nicht richtig am Schulunterricht teilnehmen, weil es keine Brille hat, obwohl die Korrektur von Kurz- und Weitsicht einfach und preiswert ist – weniger als 10 Euro kostet eine Brille für ein Kind in Afrika.
Diese geringe Summe kann große Auswirkungen auf das Leben eines Jungens oder Mädchens haben, die so am Schulunterricht teilnehmen und zum ersten Mal in ihrem Leben lesen können, was der Lehrer an die Tafel geschrieben hat. Ihnen eröffnet sich die Chance auf Bildung und auf Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse."

Neue Zahlen der WHO zu Fehlsichtigkeit

Kürzlich hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) neue Schätzungen veröffentlicht, nach denen "die Fehlsichtigkeit von 153 Millionen Menschen weltweit nicht korrigiert ist."

Professor Allen Foster: "Die neuen Zahlen der WHO zur Verbreitung von Fehlsichtigkeit weisen auf den Bedarf nach besseren augenmedizinischen Leistungen für Millionen von Menschen in Niedriglohnländern hin, die Brillen benötigen, um klar zu sehen."

In 2005 führte die CBM Sehtests an 2 Millionen Menschen durch

Im letzten Jahr hat die CBM bei mehr als 2 Million Menschen Sehtests durchgeführt und mehr als 600.000 Brillen an Erwachsene und Kinder ausgegeben. "Jedoch müssen diese beeindruckenden Zahlen im Kontext von 150 Millionen Menschen gesehen werden, die heute nicht gut sehen können, weil sie nicht die Brillen haben, die sie benötigen", sagt Allen Foster.

Wenn Sie einen Beitrag zu den Programmen der CBM für Menschen mit Sehbehinderungen leisten wollen, besuchen Sie bitte unsere Spendenseite.
Der Tag der Kinderrechtskonvention erinnert an den 20. November 1989, an dem die Konvention von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen worden ist. Die Kinderrechtskonvention schreibt die Menschenrechte von Kindern nieder und betont den besonderen Bedarf der Kinder nach Schutz und Betreuung. Unter den 54 Artikeln der Konvention handelt der Artikel Nr. 28 von dem Recht aller Kinder – ob mit oder ohne Behinderung – auf Bildung, das die Staaten sicherstellen müssen. Seit Annahme der Konvention durch die Vereinten Nationen, können noch immer viele Kindern mit Sehbehinderungen in Entwicklunsländern ihr Recht auf Bildung nicht wahrnehmen.

Die Kinderrechtskonvention ist das erste rechtlich verbindliche internationale Instrument, das die gesamten Menschenrechte umfasst – zivile, kulturelle, wirtschaftliche, politische und soziale Rechte. Die Konvention legt diese Rechte in 54 Artikeln und zwei freiwilligen Zusatzprotokollen nieder. Sie führt die grundlegenden Menschenrechte aus, die Kinder auf der ganzen Welt haben: das Recht auf Leben; Entwicklung ihres Potentials; Schutz vor schädlichen Einflüssen, Missbrauch und Ausbeutung; und voll am Leben der Familie, dem kulturellen und sozialen Leben teilzuhaben. Die vier Grundprinzipien der Konvention sind nicht-Diskriminierung; Ausrichtung auf das Wohl der Kinder; das Recht auf Leben, Überleben und Entwicklung; und Respekt für die Meinung von Kindern.

Lesen Sie weiter: Unterricht und Ausbildung sehbehinderter Menschen

Weitere Informationen: UN Kinderrechtskonvention (Englisch)
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