Preiswerte Hörgeräte für Entwicklungsländer – WHO und WWHearing kooperieren
Die CBM unterstützt zwei Pilotprojekte
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Hörbehinderung ist eine verborgene Behinderung. Ohne angemessene Intervention kann sich die Lebensqualität eines Menschen deutlich verringern. Hörverlust kann die Entwicklung eines Kindes beeinflussen und zu verspätetem Erlernen der Sprache führen und den Fortschritt in der Schule behindern. Später, als Erwachsene, können Menschen mit Hörbehinderungen Schwierigkeiten bei der Berufsausübung bekommen und wirtschaftliche Problemen haben. Und für ältere Menschen kann ein Hörschaden zu sozialer Isolation beitragen.
Deshalb wollen die WHO und WWHearing dazu beitragen Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu preiswerten Hörgeräten zu ermöglichen. © CBM
Am 18. Oktober 2006 haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und WWHearing (World Wide Hearing Care for Developing Countries) eine Zusammenarbeit vereinbart. Das Ziel ist, preiswerte Hörgeräte und ohrenmedizinische Leistungen insbesondere für Menschen in Entwicklungsländern und unterversorgten Gemeinschaften in großem Maßstab zu ermöglichen und anzutreiben. Die CBM unterstützt WWHearing fachlich und finanziell, um den Zugang von Kindern und Erwachsenen zu ohrenmedizinischen Gesundheitsdiensten zu verbessern.
Nach Angaben der WHO sind "278 Millionen Menschen weltweit von mindestens moderatem Hörverlust auf beiden Ohren betroffen. Zweidrittel dieser Menschen leben in Entwicklungsländern und würden von Hörgeräten profitieren. Mehr als 30 Millionen Hörgeräte werden jährlich in Entwicklungsländern gebraucht, zusammen mit Leistungen und Personal um sie anzupassen, aber die aktuelle jährliche Versorgung mit Hörgeräten liegt bei unter einer Million."
Nach Angaben der WHO sind "278 Millionen Menschen weltweit von mindestens moderatem Hörverlust auf beiden Ohren betroffen. Zweidrittel dieser Menschen leben in Entwicklungsländern und würden von Hörgeräten profitieren. Mehr als 30 Millionen Hörgeräte werden jährlich in Entwicklungsländern gebraucht, zusammen mit Leistungen und Personal um sie anzupassen, aber die aktuelle jährliche Versorgung mit Hörgeräten liegt bei unter einer Million."
Das Ziel von WWHearing, einer im Juli diesen Jahres offiziell registrierten Nichtregierungsorganisation, ist es, den Zugang zu angemessenen und preiswerten Hörgeräten und –leistungen von Kindern und Erwachsenen in Entwicklungsländern und anderen vernachlässigten Gebieten zu verbessern. Darüber hinaus gehört die Weiterentwicklung und Integration von medizinischer Infrastruktur und ohrenmedizinischen Leistungen in die nationalen Gesundheitssysteme zu den Zielen von WWHearing, die die NGO mit Hilfe der WHO Richtlinien zu Hörgeräten und ohrenmedizinischen Leistungen in Entwicklungsländern erreichen will. Dazu unterstützt WWHearing die Entwicklung von preiswerten Hörgeräten im Rahmen von Modellprogrammen, und die Bildung von Netzwerken mit Organisationen, Institutionen, Fachleuten und der Wirtschaft.
Die CBM unterstützt WWHearing mit etwa 200.000 Euro in 2006/7, die für die Einrichtung der globalen Initiative, für Hörgeräte und Ausbildung verwendet werden. Zwei Pilotprojekte wurden in diesem Jahr in China und Indien gestartet, die bewerten sollen, auf welche Weise die Untersuchung und Versorgung von Kindern und Erwachsenen mit Hörgeräten am besten erfolgen kann. Weitere Projekte sind in Lateinamerika und Afrika geplant.
Die CBM unterstützt WWHearing mit etwa 200.000 Euro in 2006/7, die für die Einrichtung der globalen Initiative, für Hörgeräte und Ausbildung verwendet werden. Zwei Pilotprojekte wurden in diesem Jahr in China und Indien gestartet, die bewerten sollen, auf welche Weise die Untersuchung und Versorgung von Kindern und Erwachsenen mit Hörgeräten am besten erfolgen kann. Weitere Projekte sind in Lateinamerika und Afrika geplant.
CBM unterstützt Pilotprojekte zu WWHearing
China
Seit 2006 unterstützt die CBM ein Pilotprojekt in China. Daten werden von der CBM-Partnerorganisation, der China Disabled Persons Federation (CDPF) (Behindertenorganisation) in der Provinz Guangxi und in der Hauptstadt Peking gesammelt, wo die CBM-Partnerorganisation ohrenmedizinische Leistungen anbietet und Hörgeräte anpasst, sowie Ausbildung und Anleitung mit Hilfe eines Netzwerks ähnlicher Zentren in China ermöglicht. Ergebnisse aus der Bewertung und Evaluation des Projektes werden grundlegende Informationen für WWHearing liefern, die für die Bereitstellung von preiswerten Hörgeräten auch in anderen Teilen Chinas mit einem ähnlichen sozio-ökonomischen Status genutzt werden können.
Die Partnerorganisation der CBM, der chinesische Behindertenverband, arbeitet seit langem mit dem WHO-Programm zur Vorbeugung von Taubheit und Hörbehinderung (WHO Programme for the Prevention of Deafness and Hearing Impairment) zusammen. Das Programm wird von der CBM mit mehr als 100.000 Euro unterstützt. Es umfasst:
Seit 2006 unterstützt die CBM ein Pilotprojekt in China. Daten werden von der CBM-Partnerorganisation, der China Disabled Persons Federation (CDPF) (Behindertenorganisation) in der Provinz Guangxi und in der Hauptstadt Peking gesammelt, wo die CBM-Partnerorganisation ohrenmedizinische Leistungen anbietet und Hörgeräte anpasst, sowie Ausbildung und Anleitung mit Hilfe eines Netzwerks ähnlicher Zentren in China ermöglicht. Ergebnisse aus der Bewertung und Evaluation des Projektes werden grundlegende Informationen für WWHearing liefern, die für die Bereitstellung von preiswerten Hörgeräten auch in anderen Teilen Chinas mit einem ähnlichen sozio-ökonomischen Status genutzt werden können.
Die Partnerorganisation der CBM, der chinesische Behindertenverband, arbeitet seit langem mit dem WHO-Programm zur Vorbeugung von Taubheit und Hörbehinderung (WHO Programme for the Prevention of Deafness and Hearing Impairment) zusammen. Das Programm wird von der CBM mit mehr als 100.000 Euro unterstützt. Es umfasst:
- Ausbildung von Gehörlosenlehrern in der Anpassung von Hörgeräten
- Entwicklung von Ausbildungsmaterial
- Massenuntersuchungen und Datensammlung
- Anpassung von Hörgeräten, die programmiert und hinter dem Ohr getragen werden können, bei 300 Kindern in Guangxi und 100 Kindern in Peking (Alter 4-7 Jahre)
- Entwicklung von Bewertungs- und Anpassungskonzepten von Hörgeräten
- Beschaffung von Ausrüstung und Hörgeräten
- Projektevaluation
Indien
Im Bundesstaat Tamil Nadu führt der Gesundheitsökonom Dr. Rob Baltussen (Institute for Medical Technology Assessment/Erasmus Medical Centre in Rotterdam/Niederlande) eine ökonomische Analyse durch, die von der CBM unterstützt wird. Die Daten, die Dr. Baltussen sammelt, werden dazu genutzt um herauszufinden, wie viel die Versorgung mit Hörgeräten im gesamten Bundesstaat und landesweit es kosten würde.
Dr. Baltussen hat bereits grundlegende Arbeit im Rahmen der CHOICE-Initiative der WHO geleistet, die Hilfsmittel und Methoden zur Analyse der Kosteneffizienz von Gesundheitsinterventionen entwickelt hat.
Die Studie wird in Vellore, Tamil Nadu, in einem von der CBM geförderten Projekt durchgeführt, das sich auf Gehörlosigkeitsprävention und Rehabilitation spezialisiert hat. Mitarbeiter des CBM-Partners, der Hals-, Nasen-, Ohrenabteilung des Christlichen Universitätskrankenhauses, stellen unterversorgten, hörbehinderten Erwachsenen im Distrikt Vellore Hörgeräte zur Verfügung. Gleichzeitig sammeln die Mitarbeiter wichtige Informationen zu den klinischen Resultaten und zu den Folgen, die von WWHearing zur Projektentwicklung genutzt werden.
Im Bundesstaat Tamil Nadu führt der Gesundheitsökonom Dr. Rob Baltussen (Institute for Medical Technology Assessment/Erasmus Medical Centre in Rotterdam/Niederlande) eine ökonomische Analyse durch, die von der CBM unterstützt wird. Die Daten, die Dr. Baltussen sammelt, werden dazu genutzt um herauszufinden, wie viel die Versorgung mit Hörgeräten im gesamten Bundesstaat und landesweit es kosten würde.
Dr. Baltussen hat bereits grundlegende Arbeit im Rahmen der CHOICE-Initiative der WHO geleistet, die Hilfsmittel und Methoden zur Analyse der Kosteneffizienz von Gesundheitsinterventionen entwickelt hat.
Die Studie wird in Vellore, Tamil Nadu, in einem von der CBM geförderten Projekt durchgeführt, das sich auf Gehörlosigkeitsprävention und Rehabilitation spezialisiert hat. Mitarbeiter des CBM-Partners, der Hals-, Nasen-, Ohrenabteilung des Christlichen Universitätskrankenhauses, stellen unterversorgten, hörbehinderten Erwachsenen im Distrikt Vellore Hörgeräte zur Verfügung. Gleichzeitig sammeln die Mitarbeiter wichtige Informationen zu den klinischen Resultaten und zu den Folgen, die von WWHearing zur Projektentwicklung genutzt werden.
Sound Hearing 2030-Kampagne in Südostasien
Die CBM stellt zudem finanzielle Unterstützung für die "Sound Hearing 2030"-Kampagne in Südostasien bereit, die für Hörgeräte, ohrenmedizinische Basisgesundheitsdienste und Gehörlosigkeitsprävention verwandt werden. Diese regionale Initiative wurde im Oktober 2005 in Bangkok von dem Regionalbüro Südostasien der WHO, der CBM, Handicap International und Impact, sowie von Fachorganisationen und Repräsentanten der beteiligten Länder gegründet. Das Ziel ist es, vermeidbare Hörbehinderung in Südostasien bis 2015 um 50% und bis 2030 um 90% zu reduzieren.
Lesen Sie weiter: WWHearing
CBM-WHO-Kooperation: Primary Ear and Hearing Health Care Manual (März 2006)
Weitere Informationen: WHO Guidelines on Hearing Impairment
WHO Website Prevention of deafness and hearing impairment
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CBM-WHO-Kooperation: Primary Ear and Hearing Health Care Manual (März 2006)
Weitere Informationen: WHO Guidelines on Hearing Impairment
WHO Website Prevention of deafness and hearing impairment
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