Taifun-Nothilfe für betroffene Familien auf Philippinen angelaufen

Nahrungsmittelpakete und Schlafmatten von CBM-Partnern bereitgestellt

große Version anzeigen Ein Mädchen hält sich die Nase zu, während sie durch eine von Schlamm verschüttete Straße läuft.
Die Straßenszene zeigt die Zerstörung in der Provinz Albay auf der philippinische Hauptinsel Luzon, südöstlich der Hauptstadt Manila.

Copyright: picture-alliance/dpa
"Die CBM und ihre lokalen Partnerorganisationen tun derzeit alles, Tausenden durch den Taifun betroffenen Menschen zu helfen", sagt Mike Davies, Regionalbeauftragter der CBM, der am Montag, 4. Dezember, in einer der betroffenen Regionen war. Wenige Tage nachdem Taifun Durian am 1. Dezember weite Teile des Südostens der Philippinen verwüstet hat, ist die Zahl der Toten auf über 1200 gestiegen. Drei Partnerorganisationen haben sofort mit Nothilfemaßnahmen für Menschen mit Behinderungen und ihren Familien in den Provinzen Albay und Batangas auf der Hauptinsel Luzon begonnen.

Zwei der betroffenen Projekte, die von CBM unterstützt werden, sind Simon of Cyrene und Holy Face. Sie liegen am Fuß des Vulkans Mayon, nahe der Stadt Legazpi. Der Taifun hat Millionen Tonnen von Steinen und Schlamm vom Vulkan gelöst und die Gegend verschüttet. Mehr als 500 Menschen dort sind gestorben, mehr als 700 werden vermisst und wahrscheinlich haben sie die Katastrophe nicht überlebt.

Unterstützung für am meisten betroffene Gebiete rund um den Vulkan Mayon

Die CBM-Partnerorganisation Simon of Cyrene, arbeitet derzeit unter der Führung von Amy Bolinas mit Freiwilligen in den am meisten betroffenen Gebieten rund um den Berg Mayon in der Provinz Albay und leistet Nothilfe in neun Dörfern. Die CBM stellte 5000 Euro zur Verfügung, um 3000 Familien mit Nahrungsmittelpaketen mit je 3 kg Reis und Essenskonserven, sowie Schlafmatten, Kleidung und Hygieneartikeln zu versorgen. Zudem wurde eine öffentliche Essensausgabe für die Evakuierten organisiert. Von nächster Woche an wird die Partnerorganisation in Absprache mit den lokalen Behörden damit beginnen, Wassertanks und Generatoren in einigen Notunterkünften aufzustellen, wo aus ihren Häusern vertriebene Überlebende voraussichtlich einige Monate bleiben müssen. Das Projekt meldet zudem, dass es einen großen Bedarf an psychosozialer Rehabilitation im Anschluss an die unmittelbare Nothilfe Phase gibt.

Das Holy Face Rehabilitationszentrum für Menschen mit psychischen Krankheiten, das von dem katholischen Orden Brothers of Charity geleitet wird und seinen Sitz in der Stadt Tabaco hat, berichtet von Schäden am Dach der Patientenunterkunft. Das Projekt betreut auch Patienten, die im Bezirk von Santo Domingo leben, einem der am meisten betroffenen Gebiete rund um den Vulkan Mayon.

Auch die Provinz Batangas sind Häuser zerstört

In Batangas, im Süden von Manila, unterstützt die CBM-Partnerorganisation NORFIL Batangas betroffene Menschen mit Behinderungen und deren Familien dabei, ihre durch den Taifun zerstörten Häuser wieder aufzubauen. Eine von ihnen ist Maria (Name geändert), eine Mutter von vier Kindern, von denen eines mehrfach behindert ist. Maria ist eine Freiwillige, die im Auftrag von NORFIL anderen Müttern von behinderten Kindern zeigt, wie sie diese besser versorgen können. Dazu erklärt sie ihnen einfache therapeutische Übungen, die dazu beitragen, Muskelkontrakturen bei ihren Kindern zu vermeiden, oder bringt sehbehinderten Kindern bei, wie sie sich zurechtfinden und zur Schule kommen können.

Der Partner hat dazu von CBM bislang 5000 Euro erhalten, um Marias Familie und anderen betroffenen Menschen in der Region Batangas beim Wiederaufbau ihrer Häuser zu helfen. "Maria sagte, sobald ihr Haus wieder aufgebaut ist, wird sie sich wieder ihrer Arbeit für andere Familien mit behinderten Kindern widmen", berichtet Mike Davies, Regionalbeauftragter der CBM für Südostasien, der die Region Batangas am Montag, 4. Dezember, besucht hat.

Die Zerstörungen, die der Taifun Durian verursacht hat, betreffen mehr als 1.500.000 Menschen. 250.000 Häuser wurden zerstört oder beschädigt. Etwa zwei Drittel der Kokosnuss-Plantagen – die wichtigste Nutzpflanze der Gegend – wurden zerstört. Stromleitungen sind auf einer Länge von Hunderten von Kilometern heruntergerissen worden. Der Bedarf nach psychosozialer Rehabilitation und Leistungen für Menschen, die durch die aktuelle Katastrophe Gliedmaßen verloren und behindert wurden, zeichnet sich immer deutlicher ab. Mehr und mehr neue Schadensberichte erreichen das Regionalbüro der CBM in Manila und die Partnerorganisationen in den Regionen Albay und Batangas, trotz der schlechten Kommunikationsbedingungen.

Lesen Sie weiter: Nach massiver Schlammlawine sterben Hunderte auf den Philippinen - CBM-Partner starten Nothilfe-Maßnahmen

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