Unruhen in Nepal stellen die augenmedizinische Arbeit in Lahan in Frage
Viele Patienten weichen auf die von CBM unterstützte Klinik in Biratnagar aus
Mehr als ein Dutzend bewaffnete Gruppen, deren Ziel es ist "die Terai zu befreien", sorgen derzeit für gewalttätige Unruhen und Unsicherheit in Nepal. In den letzten sechs Monaten haben verschiedene Gruppen bereits 77 "Bandhas" (Generalstreiks) ausgerufen, vor allem in dem südlichen Teil des Terai Gürtels des Landes. Dadurch ist die Arbeit im größten Augenkrankenhaus der CBM in Frage gestellt, berichtet Dr. Albrecht Hennig, der als Augenarzt für die CBM im Sagarmatha Choudhary Eye Hospital in Lahan arbeitet. Gleichzeitig weichen viele Patienten auf die neu errichtete Augenklinik der CBM in Biratnagar aus, eine Zweigstelle des Krankenhauses in Lahan.
Das von der CBM unterstützte Sagarmatha Choudhary Eye Hospital in Lahan ist Hauptakteur der Augenarbeit in der Region und international als weltweit zweitgrößtes Augenkrankenhaus anerkannt. Seit seiner Gründung im Jahr 1983 bis Ende 2006, hat das Krankenhaus in Lahan 439.806 Operationen durchgeführt, allein in 2006 waren es 58.989. Es befindet sich im Südosten Nepals nahe der Grenze zu Indien im mit rund 5,2 Millionen Menschen bevölkerungsreichen Terai-Gürtel.
Das von der CBM unterstützte Sagarmatha Choudhary Eye Hospital in Lahan ist Hauptakteur der Augenarbeit in der Region und international als weltweit zweitgrößtes Augenkrankenhaus anerkannt. Seit seiner Gründung im Jahr 1983 bis Ende 2006, hat das Krankenhaus in Lahan 439.806 Operationen durchgeführt, allein in 2006 waren es 58.989. Es befindet sich im Südosten Nepals nahe der Grenze zu Indien im mit rund 5,2 Millionen Menschen bevölkerungsreichen Terai-Gürtel.
CBM-Augenarzt berichtet über die Situation in Nepal
Dr. Albrecht Hennig, Programmdirektor in Lahan seit 1982: "In den letzten sechs Monaten haben Generalstreiks das öffentliche Leben und den Verkehr lahmgelegt, so dass viele Augenpatienten nicht nach Lahan zur Behandlung kommen, oder im Anschluss an die Behandlung wieder in ihre Heimat zurückkehren konnten. Auch Zeitungsberichte haben die Menschen von der Reise nach Lahan abgeschreckt. Dies hatte zur Folge, dass im Vergleich zum Vorjahr von Januar bis Juni 2007 in Lahan 20.376 weniger ambulante Patienten und 8.534 weniger Augenoperationen erfolgen konnten." Die Patienten nehmen Reisen von bis zu 600 km nach Lahan auf sich. Viele der Patienten sind arm und ihnen werden daher augenmedizinische Leistungen hoher Qualität und zu einem niedrigen Preis oder umsonst angeboten.
Wachsende Patientenzahl sucht augenmedizinische Hilfe in Biratnagar
Die Unruhen konzentrieren sich auf die zwei Bezirke Siraha und Saptari, in deren Mitte Lahan liegt. Mit den wachsenden Spannungen in Lahan nimmt die Bedeutung des neu erstellten Augenkrankenhauses in Biratnagar zu, das zwei Stunden von Lahan entfernt im Südosten Nepals. Biratnagar in der Region Koshi ist weniger von Generalstreiks betroffen und die Menschen können sich innerhalb der Stadt freier bewegen.
In Kooperation mit Lahan und mit Unterstützung von CBM wurde das Augenkrankenhaus in Biratnagar, der zweitgrößten Stadt des Landes im September letzten Jahr gegründet. Es hat seine Arbeit bereits aufgenommen. Jetzt mussten zusätzliche Einrichtungen angemietet werden, um die wachsende Zahl von Patienten bewältigen zu können. Viele hatten ursprünglich geplant, von Indien nach Lahan zu reisen, doch als sie von der neuen Klinik in Biratnagar hörten, ließen sie sich statt dessen dort behandeln. Dr. Hennig: "Von Januar bis Juni 2007 hat das Klinikpersonal in Biratnagar 23.881 Augenpatienten untersucht und behandelt und 4316 Augenoperationen durchgeführt. Das ist mehr, als wir alle erwartet haben."
In Kooperation mit Lahan und mit Unterstützung von CBM wurde das Augenkrankenhaus in Biratnagar, der zweitgrößten Stadt des Landes im September letzten Jahr gegründet. Es hat seine Arbeit bereits aufgenommen. Jetzt mussten zusätzliche Einrichtungen angemietet werden, um die wachsende Zahl von Patienten bewältigen zu können. Viele hatten ursprünglich geplant, von Indien nach Lahan zu reisen, doch als sie von der neuen Klinik in Biratnagar hörten, ließen sie sich statt dessen dort behandeln. Dr. Hennig: "Von Januar bis Juni 2007 hat das Klinikpersonal in Biratnagar 23.881 Augenpatienten untersucht und behandelt und 4316 Augenoperationen durchgeführt. Das ist mehr, als wir alle erwartet haben."
CBM plant den Bau eines großen Augenzentrums in Nepal
Die CBM plant, Biratnagar und Lahan zum "Eastern Regional Eye Centre (EREC)" auszubauen, und in Biratnagar einen neuen Krankenhaustrakt, eine Ambulanz und Patientenunterkünfte zu errichten. Die Kosten für EREC werden sich auf zirka 11 Millionen Euro in den kommenden 5 Jahren belaufen. Es besteht noch Bedarf nach finanzieller Unterstützung für EREC, das nach Fertigstellung augenmedizinische Leistungen im unterversorgten Nepal und den dicht besiedelten indischen Staaten Bihar (82,8 Millionen Menschen) und Uttar Pradesh (166 Millionen Menschen) bereitstellen wird, für Menschen, die aufgrund von Grauem Star erblindet sind, oder an anderen Augenkrankheiten leiden.
Rolf Müggenburg, Kontinentaldirektor für die CBM-Programme in Asien: "Wir hoffen, dass sich die gespannte Situtation in Nepal beruhigt, so dass Dr. Hennig und die Mitarbeiter in Lahan den Bedürfnissen der Patienten gerecht werden können. Unsere Sorge gilt natürlich der persönlichen Sicherheit aller im Augenkrankhaus von Lahan. Hoffentlich können sie in dieser Situation die Arbeit aufrecht erhalten."
Lesen Sie weiter:
Wir tun etwas, das die Patienten mögen - Katarakt-Operationen zur Verhütung und Heilung von Blindheit in Nepal
Weitere Informationen:
Lahan Eye Clinic Website
Reuters Alertnet zu Nepal
Reuters Alertnet - Länderprofil Nepal
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