Gemeinsam mit den Partnern auf dem Weg zu nachhaltiger Entwicklung

Informationen für Partnerorganisationen zur Zusammenarbeit mit CBM

große Version anzeigen Weltkarte mit den zwölf Regionalbüros der CBM.
Die zwölf Regionalbüros tragen zur Organisationsentwicklung der Partner bei. Jedes Büro ist für mehrere Länder verantwortlich. © CBM
Den Schwerpunkt für ihre zukünftige Arbeit setzt die Christoffel-Blindenmission auf die Befähigung ihrer Partnerorganisationen, anstatt direkt medizinische oder andere Leistungen für Menschen mit Behinderungen bereitzustellen. Ziel ist es, dass die Partnerorganisationen sich entwickeln und wachsen, damit sie mehr Gemeinden und damit auch mehr Patienten mit qualitativ guten Gesundheitsleistungen erreichen.

Die CBM arbeitet mit etwa 700 Partnerorganisationen in Entwicklungsländern weltweit zusammen. Der Transfer von Wissen und Arbeitstechniken - sowohl fachbezogener, als auch organisatorischer Art, trägt zur Befähigung dieser Partner bei. Die 12 Regionalbüros der CBM spielen eine Schlüsselrolle, dabei, die Partner in die Lage zu versetzen hochwertige und professionelle Leistungen für Menschen mit Behinderungen anzubieten.

CBM kooperiert mit drei Arten von Partnern

  • Lokale Ebene: Partner, die die Projekte durchführen und Leistungen für Menschen mit Behinderungen anbieten, wie Kirchen, lokale öffentliche Verwaltung, oder Nichtregierungsorganisationen.
  • Nationale Ebene: Partner, die Pläne für die Bereitstellung von Leistungen für Menschen mit Behinderungen machen, wie Gesundheitsministerien oder andere Fachministerien sowie Selbsthilfeorganisationen von Menschen mit Behinderungen.
  • Internationale Ebene: Partner, die an der Entwicklung politischer Richtlinien mitwirken, wie Organisationen der Vereinten Nationen (UN), internationale NGOs (Nichtregierungsorganisationen) aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, Universitäten und ähnliche Institutionen, sowie Wirtschaft und Industrie.


Weitere Informationen zu den Partnern auf internationaler Ebene: Kooperationen und Kampagnen

Wie sieht die Unterstützung konkret aus?

Die Unterstützung der CBM für die verschiedenen Partner besteht aus den folgenden Teilen:

  • Finanzierung der Projekte;
  • Bereitstellen von Ausrüstung und Verbrauchsmaterial für die Durchführung der Projekte;
  • Ausbildung für die Mitarbeiter der Partnerorganisationen (Personalentwicklung);
  • Beratung zu fachlichen und technischen Aspekten der Projektarbeit;
  • Organisationsberatung zum Projekt oder Programm;
  • Entsendung von Fachkräften;
  • Leistungsfähigkeit im Fundraising-Bereich erhöhen;
  • Anwaltsfunktion (Advocacy) der Partner in Bezug auf Menschenrechte und Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen stärken;
  • Information;
  • Entwicklung globaler Programme (wie zum Beispiel VISION 2020);
  • Forschung; und
  • Entwicklung von Technologien, die für die Nutzung in Entwicklungsländern angemessen sind.

Kriterien der Partner-Bewertung

Das Mandat der Partnerorganisation ist mit dem Arbeitsbereich der CBM vereinbar:
  1. Die Partnerorganisation bietet Dienste/Leistungen an (bzw. ist hieran überzeugend interessiert), die mit dem Kernmandat der CBM vereinbar sind bzw. hiermit in Einklang gebracht werden können.
  2. Die Partnerorganisation wird einem in den regionalen bzw. länderspezifischen Strategien der CBM jeweils bestehenden vordringlichen Bedarf gerecht.
  3. Der Partner ist in dem Land ordnungsgemäß registriert.
  4. Die Partnerorganisation wird rechtlich durch ein handlungsfähiges Gremium (Vorstand) vertreten.
  5. Die Partnerorganisation verwendet ein offziell anerkanntes Buchführungssystem.
  6. Die Partnerorganisation verfügt über ein nachvollziehbares internes Kontrollsystem und Berichtswesen.
  7. Die Partnerorganisation legt durch einen seitens der CBM anerkannten Buchprüfer bewertete Jahresabschlüsse vor.
  8. Die Partnerorganisation verfügt über eine transparente mittel- bis langfristige Finanz- einschließlich Kostendeckungsstrategie
  9. Die Partnerorganisation ist bestrebt, finanzielle Abhängigkeit zu verringern und dadurch die Zukunft der Einrichtung zu gewährleisten.
  10. Die Partnerorganisation verfügt über einen Projektplan mit klar definierten, termingebundenen Zielsetzungen sowie quantifizierbaren Ergebnissen und Leistungen.
  11. Die Partnerorganisation kann die Qualität und den technischen Standard ihrer Dienste belegen.
  12. Die Partnerorganisation verfügt über die Strukturen und Mitarbeiter, die für eine effiziente und effektive Umsetzung der CBM-Förderung erforderlich sind.
  13. Die Partnerorganisation verfügt über die erforderliche Kompetenz zur Planung, Umsetzung und Bewertung von Maßnahmen.
  14. Die Partnerorganisation hat einen guten Ruf und gilt bei den Zielgruppen, Gemeinden und Gebern als glaubwürdig und zuverlässig.
  15. Die Arbeit der Partnerorganisation steht im Einklang mit der jeweiligen Innenpolitik und nationalen Strategien.
  16. Die Partnerorganisation betreibt aktive Netzwerkarbeit mit ähnlichen Organisationen.
  17. Die Dienste der Partnerorganisation stehen sehr armen Menschen zur Verfügung.
  18. Die Partnerorganisation kennt die Kinderschutzgrundsätze der CBM und engagiert sich für den Schutz gefährdeter Kinder und Erwachsener.



Die Anwendung dieser Kriterien wird je nach länderspezifischen Umständen flexibel gehandhabt. Die Kriterien verstehen sich als Richtschnur, auf deren Erfüllung hinzuarbeiten ist, d.h. gemeinsam mit der Partnerorganisation sollen Entwicklungsmöglichkeiten identifiziert und Qualifizierungspläne erarbeitet werden. Gleichzeitig können diese Kriterien bei Eingehen einer neuen Partnerschaft zur Risikobewertung herangezogen werden.

Der Partnerschaftsvertrag enthält sämtliche Rechte und Pflichten. Außerdem regelt in dem meisten Fällen ein Projektvertrag die laufenden Projektmaßnahmen. Beide Verträge sind rechtsverbindlich.

Kontrollmechanismen

  1. Mündliche Berichte über durchgeführte Maßnahmen und erreichte Ziele.
  2. Bewertung der quantitativen Statistik.
  3. Regelmäßige Finanzberichte.
  4. Prüfung der Jahresabschlüsse durch einen seitens der CBM anerkannten Buchprüfer.
  5. Regelmäßige Projektbesuche durch Leiter oder sonstige Mitarbeiter von CBM-Regionalbüros bzw. Fachberater der CBM.
  6. Bewertung ausgewählter Projektmaßnahmen: Zukünftig ist die Bewertung jedes Projekts im Anschluss an die Erfüllung von 3- bis 5-Jahres-Plänen vorgesehen.



Weitere Informationen: Regionalbüros - Schlüsselrolle bei Befähigung und Nachhaltigkeit
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