Nach Hurrikan Dean - Bericht von CBM-Mitarbeiter Jörg Weber aus Jamaika

Wie geht es den CBM-Partnerorganisationen vor Ort?

Porträt Jörg Weber.
Der Erlanger Physiotherapeut Jörg Weber arbeitet seit Januar 2006 für die CBM als Rehabiliationstrainer in einem gemeindenahen Rehabilitationsprojekt für Menschen mit mehrfachen Behinderungen in May Pen, Jamaica. © CBM / Argum / Einberger
Der Hurrikan ist mit Windgeschwindigkeiten von 230 Stundenkilometer auf die südliche Küste Jamaikas getroffen und hat die Hauptstadt überflutet. Zerbrochene Bäume und Dächer liegen nun dort verstreut. Jörg Weber, Mitarbeiter der CBM vor Ort, hat am Dienstag von den Schäden berichtet, die der Sturm hinterlassen hat.

"Plötzlich war dann der Strom weg und der Regen nahm massiv zu. Um Mitternacht war der Höhepunkt erreicht, und dann ist sogar Wasser durch die mit Spanplatten geschützten Fenster gedrungen." Wie die in Holzhütten lebende ländliche Bevölkerung den Sturm überstanden habe, konnte Weber noch nicht feststellen. "Ich habe telefonisch nur erfahren, dass teilweise sogar Krokodile in die Dörfer geschwemmt wurden." Zur Zeit versucht Jörg Weber weitere Informationen über die Lage der übrigen von CBM unterstützten Partnerorganisationen herauszubekommen.

Sind CBM-Projekte durch Hurrikan betroffen?

Die CBM unterstützt vier Partner in Jamaika: Das karibische Zentrum für Hörgeschädigte, die Landesweite Vereinigung geistig behinderter Kinder, die Clarendon Group for the Disabled, und ein gemeindenahes Rehabilitationsprojekt, das sich auf die frühzeitige Förderung von Menschen mit Behinderungen in ländlichen Gebieten spezialisiert hat.

Der aus Erlangen stammende CBM-Mitarbeiter Jörg Weber arbeitet seit Januar 2006 als Physiotherapeut und Rehabilitationsexperte für ein gemeindenahes Rehabilitationsprogramm der Clarendon Group for the Disabled, mit Sitz in May Pen, das seit 1991 von der CBM unterstützt wird. In den letzten Tagen hat Weber die Menschen mit Behinderungen und ihre Familien vor dem Hurrikan gewarnt, und, zusammen mit anderen Projektmitarbeitern, die Geräte und Gebäude sturmsicher gemacht. Auch Lebensmittel wurden als Vorrat für die nächsten Tage eingekauft.

Das Zentrum des Sturms, lag etwa 215 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Kingston, und verursachte auf seinem Weg entlang der Südküste Jamaikas weitreichende Schäden. Aus einigen Gegenden des bergreichen Landes mit seinen drei Millionen Einwohnern wurden auch Erdrutsche gemeldet.

Der Hurrikan ist derzeit mit 80 Stundenkilometern Geschwindigkeit auf dem Weg nach Mexiko, wo er sich nach Angaben des mexikanischen Sturmwarnungszentrums noch intensivieren könnte.

Weitere Informationen: Tagesschau Website
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