Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo

Das tödliche Ebola-Virus bedroht die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo. Der Ausbruch der hochansteckenden Krankheit in der Provinz Ituri hat schon mindestens 246 Menschen das Leben gekostet. Bei mehr als 1.000 Menschen (Stand Ende Mai) besteht der Verdacht auf eine Ebola-Erkrankung. Die Lage ist verzweifelt, denn das Virus droht weiter um sich zu greifen.

Tödliche Fiebererkrankung

Ebola – die lebensbedrohliche Infektionskrankheit bricht in Zentral- und Ostafrika seit den 70er Jahren immer wieder aus. Jetzt ist wie zuletzt schon 2025 die Demokratische Republik Kongo betroffen. Auch im Nachbarland Uganda gibt es Erkrankungsfälle. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat deshalb eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen.

Strohgedeckte Lehmhütte auf einem Sandplatz, umgeben von Wiesen.
Die abgelegenen ländlichen Gesundheitsstationen und Krankenhäuser sind nicht mit den nötigen Mitteln ausgerüstet, um den Ebola-Ausbruch einzudämmen.

Was ist Ebola und wie verbreitet es sich?

Der derzeitige Ebola-Ausbruch ist durch das seit knapp 20 Jahren bekannte Bundibugyo-Virus verursacht, gegen das es derzeit keine zugelassenen Impfstoffe oder wirksamen Medikamente gibt. Die mit Blutungen einhergehende Fiebererkrankung wird von Tier zu Mensch übertragen – und dann von Mensch zu Mensch. Sie verbreitet sich über direkten körperlichen Kontakt und Körperflüssigkeiten wie Speichel.

Welche Symptome löst Ebola aus?

Die Symptome ähneln anfangs jenen einer Grippe, mit Fieber, Unwohlsein und Gliederschmerzen. Später kommen Übelkeit, Durchfall und Erbrechen hinzu. Bei bisherigen Ausbrüchen verliefen die Erkrankungen in 30 bis 90 Prozent der Fälle tödlich.

 

Gesundheitsdienste am Limit und Lebensmittelknappheit

Unsere Projektpartner berichten, dass eine allmähliche Beeinträchtigung grundlegender Gesundheitsdienste im ohnehin schon krisengeschüttelten Land spürbar wird. Das Risiko für Gesundheits- und humanitäre Helferinnen und Helfer, sich anzustecken, ist hoch. Besonders an der Grenze zu Ruanda kommt es zur Schließung von Grenzübergängen. Die eingeschränkte Mobilität bedeutet, dass das Alltagsleben für die Menschen im Land stark erschwert wird. Bargeld wird knapp. Die Preise für lebensnotwendige Konsumgüter auf den Märkten steigen, die Unterbrechung der Lieferketten bewirkt eine große Versorgungsunsicherheit. Manche Lebensmittel werden nicht mehr eingeführt und so kommt es zur Verknappung. Hunger droht zusätzlich zur Ebola-Katastrophe.

Menschen mit Behinderungen nicht zurücklassen

Vielfach sind Menschen mit Behinderungen von diesen rasanten negativen Auswirkungen auf den Alltag zuerst betroffen. Sie sind oft arm, manchmal ohnehin mobilitätseingeschränkt und haben jetzt noch mit zusätzlichen Problemen zu kämpfen, um Lebensmittel zu kaufen oder ärztliche Hilfe zu bekommen. Damit Hilfsmaßnahmen auch die ohnehin schon benachteiligten Menschen mit Behinderungen erreichen, setzen unsere lokalen Projektpartner Krisenpläne auf und vernetzen sich mit anderen Institutionen.

 

So hilft die CBM

Aus Wasserhähnen über einer Wanne fließt Wasser. Zwei Personen halten die Hände in den Strahl.
Symbolbild: Die Hygienemaßnahmen werden verstärkt, z.B. durch Handwaschstationen in den Städten Kinshasa und Goma.

Im Ausbruchsgebiet Ituri fördern wir derzeit keine Projekte. Die angrenzenden Gebiete wie z.B. Beni und Butembo, in denen wir aktiv sind, sind jedoch aufgrund häufiger Bevölkerungsbewegungen und -kontakte sehr stark gefährdet. Die Lage macht es erforderlich, dass unsere lokalen Projektpartner Krisenteams einrichten, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schulen und die Präventionsmaßnahmen verstärken. Wenn möglich, arbeiten Projektmitarbeiter im Homeoffice, Außeneinsätze werden auf das Notwendigste beschränkt. Wo Projektaktivitäten fortgeführt werden, müssen sie an die schwierige Notlage angepasst sein.

Die Koordination mit den lokalen Gesundheitsbehörden und anderen humanitären Einrichtungen wird verstärkt. Übers Radio und geeignete Informationsmaterialien werden die Menschen in den Projektgebieten für die Gefahren durch Ebola aufgeklärt. In Goma und Kinshasa werden Handwaschstationen eingerichtet – als Sofortmaßnahme zur Eindämmung der Ausbreitung.

Spenden Sie jetzt! Damit wir bei Krisen wie in der Demokratischen Republik Kongo schnell helfen können.

Nothelfer

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Über den Bedarf im Ebola-Ausbruchsgebiet hinausgehende Mittel werden für andere Nothilfe weltweit eingesetzt.

So hilft die CBM – inklusive Nothilfe

Mit unseren lokalen Projektpartnern leiten wir Sofortmaßnahmen ein, um Menschen in der Not schnellstmöglich mit dringend benötigten Hilfsgütern zu versorgen. Gleichzeitig wollen wir sicherstellen, dass alle Menschen mit Behinderungen durch die Rettungs- und Hilfsaktionen erreicht werden.

  • Schale mit zwei Weizenähren

    Wir helfen mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und anderen Produkten für den täglichen Bedarf.

  • Zwei Euromünzen

    Menschen mit Behinderungen erhalten Geld. So können sie kaufen, was sie dringend benötigen.

  • Megaphon

    Wir helfen, indem wir lebenswichtige Informationen bereitstellen, die auch Menschen mit Behinderungen erreichen.